Ziele 2030
Die Agenda 2030 der UNO hat die Kraft, unsere Welt zu verändern. 17 globale Nachhaltigkeitsziele zeigen, wie wir Ungerechtigkeit bekämpfen, die Klimakatastrophe verhindern und die Welt zu einem lebenswerten und gerechten Ort für alle machen können. Bildung ist der Schlüssel dafür. Los geht’s!
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Ziel 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Nachhaltig kann Konsum nur sein, wenn wir auch tatsächlich nutzen, was wir mit hohem Aufwand an Energie, Wasser und anderen Ressourcen hergestellt haben. Im Besonderen gilt dies für Nahrungsmittel. Ein Drittel aller weltweit produzierten Nahrungsmittel erreicht die Verbraucher*innen nicht. 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verderben jedes Jahr oder fallen Schädlingen zum Opfer. Das bedeutet: 1,4 Mrd. Hektar Land umsonst landwirtschaftlich bearbeitet, 3,3 Mrd. Tonnen CO2 umsonst in die Atmosphäre geblasen, 750 Mrd. Dollar sinnlos verplempert.

Auch in Österreich ist Lebensmittelvernichtung ein Thema. Häufige Gründe sind falsche Planung von Einkäufen (ungeplante Genusskäufe) und falsche Aufbewahrung von Lebensmitteln. Ein Teil der Lebensmittel geht jedoch auch schon verloren bevor sie überhaupt in die Haushalte kommen: Nach einer groben Schätzung gehen beim Obst und Gemüse in Österreich 25 % am Produktionsstandort verloren, 5 % bei Transport und Lagerung und 10 % in den Supermärkten. Es liegt also sowohl an den Konsument*innen als auch an den Produzent*innen und Unternehmen hier Maßnahmen zu ergreifen.

Quelle: 17 Ziele für eine bessere Welt. Wien, 2016

 

Diskussionsfragen:

  • Wie beurteilen Sie das „Wegwerfverhalten“ der österreichischen Bevölkerung? Macht das Wegwerfen von Lebensmitteln nicht ökonomisch Sinn, weil die Produzent*innen und auch der Handel davon profitieren?
  • Was könnte Verbraucher*innen hier zu einem „nachhaltigen Konsum“ jenseits des Wegwerfens veranlassen?