Bildung für nachhaltige Entwicklung
Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist es, dass Menschen aktiv und eigenverantwortlich ihr Lebensumfeld und ihre Zukunft mitgestalten – orientiert an den Werten einer nachhaltigen Entwicklung.

BNE-Kompetenzen

Das BNE-Modell des FORUM Umweltbildung

Das FORUM Umweltbildung verwendet ein selbst entwickeltes Modell zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Bildungs- und Projektarbeit. Die Orientierung am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung ist das Herzstück des Modells. Kompetenzen, die für die Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft wesentlich sind, wurden in dem Modell in Form von zehn Aspekten abgebildet: konkret Handeln, Emotionen miteinbeziehen, mit Wissen bewusst umgehen, Visionen entwickeln, Reflektieren, kritisch Denken, kommunizieren, partizipieren, kooperieren, Methodenvielfalt.

Die zehn Aspekte einer BNE

  • KONKRET HANDELN
    Lernen, dass nur die Umsetzung konkreter Ideen reale Veränderungen schafft. Lernen, selbst etwas zu tun.
  • EMOTIONEN MITEINBEZIEHEN
    Lernen, dass alle Emotionen wie z. B. Freude und Angst unser Handeln wesentlich mitbestimmen. Lernen, unseren Emotionen Beachtung zu schenken.
  • MIT WISSEN BEWUSST UMGEHEN
    Lernen, dass Wissen über Zusammenhänge, Ziele und Möglichkeiten wesentlich für nachhaltige Veränderungen ist. Lernen, mit Wissen kritisch umzugehen.
  • VISIONEN ENTWICKELN
    Lernen, dass positive Zukunftsbilder ein motivierender Faktor für Engagement sind. Lernen, eigene positive Bilder der Zukunft zu entwickeln.
  • REFLEKTIEREN
    Lernen, dass Reflexion die Qualität unserer Arbeit und unseres Engagements wesentlich erhöhen kann. Lernen, inne zu halten, die eigenen Handlungen zu überdenken und Schlüsse für Veränderungen zu ziehen.
  • KRITISCH DENKEN
    Lernen, dass viele für uns alltägliche Herangehensweisen nicht nachhaltig sind. Lernen, mit Informationen kritisch umzugehen und Zusammenhänge zu erkennen.
  • KOMMUNIZIEREN
    Lernen, dass Kommunikation wesentlich zum Gelingen jeglichen gemeinsamen Handelns beiträgt. Lernen, respektvoll und wertschätzend zu kommunizieren.
  • KOOPERIEREN
    Lernen, dass Kooperation wirkungsvolles Handeln ermöglicht. Lernen, mit anderen zusammen zu arbeiten.
  • PARTIZIPIEREN
    Lernen, dass dauerhafte Lösungen nur mit Beteiligung der Betroffenen zustande kommen. Lernen, sich in Gestaltungsprozesse einzubringen.
  • METHODENVIELFALT
    Ein Methodenmix ist ratsam, da verschiedene Menschen auf verschiedene Sinneseindrücke (visuelle, akustische, lesend, schreibend, sich körperlich bewegend, etc.) unterschiedlich stark ansprechen und dadurch vielfältige Lernwege erschlossen werden können.

Konzept der Gestaltungskompetenzen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) versucht Menschen mit Gestaltungskompetenzen auszustatten. Gestaltungskompetenz ist die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Sie umfasst Fähigkeiten wie vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln sowie Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Lernenden sollen Kompetenzen und Fähigkeiten mit auf den Weg gegeben werden, die es ihnen ermöglichen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mitzugestalten.

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