Ziele 2030
Die Agenda 2030 der UNO hat die Kraft, unsere Welt zu verändern. 17 globale Nachhaltigkeitsziele zeigen, wie wir Ungerechtigkeit bekämpfen, die Klimakatastrophe verhindern und die Welt zu einem lebenswerten und gerechten Ort für alle machen können. Bildung ist der Schlüssel dafür. Los geht’s!
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Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Wirtschaftliches Wachstum kann sehr unterschiedlich gestaltet werden. In vielen Ländern geht das ökonomische Wachstum auf Kosten der Umwelt und auf Kosten der Menschen, die Waren oder Dienstleistungen produzieren. Bemerkenswert ist, dass sich die Arbeitsverhältnisse weltweit in den letzten Jahren verschlechtert haben. Ordentlich bezahlte Lohnarbeit mit festen Arbeitsverträgen ist seltener geworden, deckt nicht einmal die Hälfte der weltweiten Arbeitsverhältnisse ab. Es bleiben mehr oder weniger prekäre Arbeitsbedingungen. Arbeitslosigkeit droht in vielen Ländern der Erde. Vor allem junge Leute sind davon betroffen.

Grundsätzlich gilt, dass reichere Länder mit höherer Wirtschaftskraft (gemessen am sogenannten Pro-Kopf-Einkommen = Bruttonationaleinkommen dividiert durch Einwohner*innenzahl) auch eine bessere soziale Entwicklung aufweisen. Wachstum kann dazu beitragen Armut zu reduzieren. Allerdings ist auffällig, dass es auch Länderbeispiele gibt, die diesem Zusammenhang nicht entsprechen. Die reicheren Länder (Südafrika, Nigeria, Demokratische Republik Kongo) haben eine deutlich geringere Lebenserwartung als die ärmeren Länder (Bangladesch, Nepal, Madagaskar)

Quelle: 17 Ziele für eine bessere Welt. Wien, 2016

 

Diskussinsfragen:

  • Wie erklären Sie sich, dass in manchen, relativ reichen Ländern dennoch ziemlich ärmliche soziale Verhältnisse vorherrschen?
  • Die SDGs wollen ein „dauerhaftes Wachstum“. Welche Berechtigung sehen Sie für eine solche Forderung für Entwicklungsländer und für reiche Länder?
  • „Permanentes ökonomisches Wachstum – das ist der Ruin der Erde.“ Was hat die Ökologie-Frage mit der Forderung nach Wachstum zu tun?
  • Gab es in Österreich Ihrer Einschätzung nach in den letzten Jahren ein „inklusives Wachstum“?