Ziele 2030
Die Agenda 2030 der UNO hat die Kraft, unsere Welt zu verändern. 17 globale Nachhaltigkeitsziele zeigen, wie wir Ungerechtigkeit bekämpfen, die Klimakatastrophe verhindern und die Welt zu einem lebenswerten und gerechten Ort für alle machen können. Bildung ist der Schlüssel dafür. Los geht’s!
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Ziel 10: Weniger Ungleichheit

Die Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Wie viel Ungleichheit erträgt die Welt, wie viel soziale Unterschiede nehmen die Armen hin ohne Rebellion? Auch wenn die Armut zurückgegangen ist, so ist doch die Ungleichheit innerhalb vieler Länder weiter gestiegen. Das Gleiche gilt auch global für den Abstand zwischen „reichen“ und „armen“ Ländern. Nimmt man die Wirtschaftskraft (Bruttonationaleinkommen pro Einwohner*in) zur Grundlage, so wächst der in Dollar berechnete Abstand zwischen den Ländern mit hohem Einkommen und denen mit niedrigem Einkommen weiter. Das Pro-Kopf-Einkommen in den reichen Ländern ist 27mal höher als in den „armen Ländern“.

Auch in Österreich wird das Ziel der SDGs, die Ungleichheit zu verringern, erhebliche Kurskorrekturen erfordern. So besitzen hierzulande 50 % der einkommensschwächsten Haushalte nur 4 % des Vermögens, während umgekehrt die 5 % einkommensstärksten Haushalte die Hälfte des Gesamtvermögens besitzen. Die SDGs fordern ein, dass den Ungleichheiten sowohl mit steuerpolitischen Maßnahmen auf nationaler Ebene begegnet wird als auch durch die verstärkte Überwachung und Regulierung der globalen Finanzmärkte.

Quelle: 17 Ziele für eine bessere Welt. Wien, 2016

 

Diskussionsfragen:

  • Was sind die aus Ihrer Sicht wichtigsten Hindernisse für eine Verringerung der Ungleichheit auf internationaler Ebene.
  • Sehen Sie ökonomische und / oder soziale Vorteile in einer stärker egalitären Gesellschaft? Gilt dies für reiche Länder und für arme Länder gleichermaßen?
  • Leistungsgerechtigkeit macht soziale Unterschiede zwingend erforderlich, denn auch die Leistungen sind unterschiedlich. Bewerten Sie bitte dieses Argument.