Ziele 2030
Die Agenda 2030 der UNO hat die Kraft, unsere Welt zu verändern. 17 globale Nachhaltigkeitsziele zeigen, wie wir Ungerechtigkeit bekämpfen, die Klimakatastrophe verhindern und die Welt zu einem lebenswerten und gerechten Ort für alle machen können. Bildung ist der Schlüssel dafür. Los geht’s!
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Ziel 2: Kein Hunger

Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Bessere Ernährung – das wäre ein wichtiges Ziel für so viele Menschen. Gemeint ist da zunächst die Gruppe der hungernden Menschen. 795 Millionen Kinder, Frauen und Männer nehmen weniger als 1.700 kcal täglich zu sich. Doch mit einer ausreichenden Kalorienversorgung – meist über Kohlehydrate – ist es nicht getan. Fast 2 Milliarden Menschen gelten als mangelernährt; ihnen fehlen wichtige Mikro-Nährstoffe wie Eiweiß und Fette, Mineralstoffe, Vitamin A oder Jod, Eisen oder Zink. Solche Mängel haben erhebliche Folgen für Gesundheit und Wachstum. Nötig ist für diese Menschen eine nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ verbesserte Ernährung.

Auf der anderen Seite macht auch Überernährung krank, das Zuviel an Kohlehydraten, Zucker, Fetten etc. In vielen Industrieländern und zunehmend auch in den Schwellenländern nehmen Übergewicht und fehlernährungsbedingte Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus rapide zu. Weltweit gelten 1,9 Milliarden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als übergewichtig, 600 Millionen Menschen sogar als fettleibig (BMI – Body Mass Index – über 30). Zusammen mit Bewegungsmangel bedeutet diese Überernährung ein hohes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden und frühzeitig zu sterben.

Quelle: 17 Ziele für eine bessere Welt. Wien, 2016

 

Diskussionsfragen:

  • Trotz wachsender Weltbevölkerung ist der Anteil der Hungernden überall rückläufig. Welche Gründe gibt es für diese Entwicklung?
  • Zu wenig – zu viel. Sehen Sie Zusammenhänge zwischen dem Mangel der Hungernden und dem Zuviel der Überernährten? Was müsste oder sollte sich bei der Ernährung beider Gruppen ändern?
  • Sind unsere Ernährungsweise und unsere Landwirtschaft „nachhaltig“?