Girls Don’t Cry
Film über den Kampf um Selbstbestimmung

Der Dokumentarfilm „Girls Don’t Cry“ von Regisseurin Sigrid Klausmann begleitet sechs Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus sechs verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten. Im Mittelpunkt steht ihre Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben: der Wunsch, sich frei zu verlieben, ohne Bevormundung, mit gleichen Rechten und ohne fremde Macht über den eigenen Körper.
Die Porträts zeigen sehr unterschiedliche Lebensrealitäten: Nancy lebt in einem Schutzhaus in Tansania, nachdem sie vor der Genitalverstümmelung geflohen ist. Sheelan aus dem Nordirak lebt in Deutschland und sucht nach Zugehörigkeit. Selenna aus Chile wurde als Junge geboren und erkundet ihre geschlechtliche Identität. Nina aus Serbien wächst in einer Romasiedlung auf und ist eng an traditionelle Rollenbilder gebunden. Paige aus England wurde mit 15 Mutter. Sinai aus Südkorea liebt BMX in einer Gesellschaft, die weibliche Körperperfektion feiert.
Der Film verzichtet bewusst auf einen erklärenden Off-Kommentar und lässt die Mädchen selbst zu Wort kommen. Ihre Geschichten erzählen von Trotz, Selbstbewusstsein und Widerstandskraft – aber auch von Trauma, Verlust und Diskriminierung. Themen wie Schönheitswahn, Vorurteile, brutale Traditionen, Migration, Rassismus und geschlechtliche Identität werden auf persönliche und eindrückliche Weise verhandelt.
„Girls Don’t Cry“ eignet sich besonders für die Arbeit mit Jugendlichen ab 14 Jahren. Der Film bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Geschlechtergerechtigkeit, Empowerment, globale Ungleichheiten und Menschenrechte.
Der Film ist im Bibliotheksverbund von Baobab und Südwind als Online-Stream verfügbar.
